Do git's ebbis z'beTrachten

Trachtengruppe

Unsere Gruppe besteht aus ca. 80 aktiven Trachtenträger*innen. Davon sind rund die Hälfte unsere Trachtenkinder die auch fast alle in unserer Kindertrachtentanzgruppe mitwirken.

Unser Wahrzeichen oder das was unsere Gruppe so besonders macht ist unsere Gutacher Bollenhuttracht. Der Bollenhut ist weit über die Grenzen des Schwarzwaldes hinaus nahezu weltbekannt. Er wird aber nicht im ganzen Schwarzwald getragen, sondern nur in den drei Gemeinden Gutach, Kirchbach (Ortsteil von Wolfach) und Reichenbach (Ortsteil von Hornberg).

Wir präsentieren sehr gerne unsere wunderschöne Tracht in der Öffentlichkeit. Sei es bei einer unserer eigenen Veranstaltungen, wie an unserem Sommerfest, bei einer Bollenhutkäferfahrt oder bei einem anderen festlichen Anlass.

Zu unserer Trachtengruppe gehört auch die Trachtentanzgruppe die mit traditionellen Tänzen den Gästen das Gutacher Brauchtum näher bringt.

Es handelt sich bei unserer Tracht um eine evangelische Festtagstracht.

Die Frauentracht

Die Mädchen und Frauen tragen einen aus feinen Strohbändern genähten Hut, der zuerst in Form gepresst, vorn und hinten leicht abwärts gebogen und mit einer alabasterfarbenen Gipsmasse dick überzogen wird.

Roter Bollenhut

Für unverheiratete Mädchen wird er mit 14 leuchtend roten Wollbollen besetzt und hat ein Gewicht von ca. 1,5 kg. Erstmals zur Konfirmation und danach bis zur Hochzeit tragen die Mädchen darüber den roten Bollenhut.

Schwarzer Bollenhut

Die verheirateten Frauen tragen den Hut mit schwarzen Bollen.

Haube (D'Kapp) & Goller

Unter dem Hut wird immer eine schwarze Haube aus Seide (D’Kapp) mit einer gestreiften Randspitze und von Hand gefertigter Bestickung getragen. Die Haube wird unter dem Kinn mit einer Schleife gebunden.

Das kunstvoll bestickte „Goller“ (Halsmäntelchen) ist typisch für unsere Festtagstracht und wird in wertvollster Handarbeit hergestellt.

Mäschle

Die Trägerin mit dem roten Bollenhut schmückt sich zusätzlich mit einem aus bunten Perlen, Spiegeln und Bändern hergestellten „Mäschle“ welches im Zopf als Haar- bzw. Zopfschmuck getragen wird. In der Mitte ist hier ein Spiegele verarbeitet. Der Aberglaube sagt, dass dieser Spiegel die bösen Geister vertreiben soll.

Wifel & Lieble

Der Rock des Kleides besteht aus schwarzem Stoff, dem sogenannten „Wifel“. Dieser Stoff besteht aus Leinen, Hanf, Flachs und Wolle und wird heutzutage nicht mehr hergestellt, dementsprechend kostbar ist dieser Stoff für uns.

Das daran angenähte „Lieble“ (Mieder) besteht aus einem schwarzgrundigem Samtstoff mit unterschiedlicher Bestickung. Es können dies einfach kleine Rauten in bunten Farben sein oder aufwändige Stickereien mit Blümchenmuster. Je nach Alter der Tracht zum Teil auch noch handgestickt.

Puffärmel & Hasenhärene

Dazu wird eine schwarze Seidenschürze getragen und eine weiße Bluse mit weiten, gefalteten und mit Spitzen verzierten Ärmeln den sogenannten „Puffärmel“.

Nicht wegzudenken bei dieser Tracht sind die „Hasenhärene“ Strümpfe handgestrickt aus weicher Angorawolle. Wie es in einem Gutacher Gedicht heißt – „mues des Maidli über kalte Füß net klage“- was bedeutet, dass die Frauen und Mädchen so immer warme Füße haben.

Schobe & Watschen

Ein roter, dicker Unterrock, ein Jäckchen (Schobe) aus schwarzem Seidenstoff, welches innen rot gefüttert ist und schwarze flache Schuhe, die sogenannten „Watschen“ vervollständigen unsere Tracht.

Hochzeitstracht

Nur zur Hochzeit trägt die Braut einen wunderschönen mittelgroßen „Schäppel“, die Brautkrone. Diese Krone wird in Handarbeit von unserer Schäppelmacherin im Ort hergestellt. Sie besteht aus vielen bunten Glasperlen, Pailletten, Spiegeln und Bändern und ist ein wahres Schmuckstück.

Zur Hochzeitstracht gehört eine weiße, gestärkte und gefüllte Halskrause der sogenannte „Schäppelkragen“, wie man es aus der Mode des 17. Jahrhunderts kennt. Außerdem trägt die Frau an der Hochzeit drei „Mäschle“ als Zopfschmuck und nicht wie zum roten Bollenhut nur zwei.

Außer an der Hochzeit dürfen die ledigen Mädchen die Brautkrone auch zum Erntedankfest tragen. Dieses wird in Gutach jedes Jahr mit einem Erntedankfestzug durchs Dorf unter Mitwirkung aller Gutacher Vereine und natürlich der Trachtenkapelle und der Trachtengruppe gefeiert.

Handwerk

Die Bollenhüte werden von unserer Bollenhutmacherin handgefertigt.

Über die Sommermonate finden Sie regelmäßig Trachtenhandwerkerinnen wie Bollenhutmacherin, Schäppelmacherin, Näherin oder Strickerin bei Handwerksvorführungen im Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof in Gutach.

Die Männertracht

Die Festtagestracht des Mannes und der Buben besteht aus einer langen schwarzen Tuchhose, einem weißen Leinenhemd, welches an Kragen und Manschette bestickt ist, dem sogenannten Schlips, der um den Hals gebunden wird, einer ärmellosen schwarzen Samtweste, dem sogenannten Brusttuch, welches zweireihig mit Knöpfen besetzt ist. Außerdem wird ein wadenlanger schwarzer Samtmantel, im Gutacher Sprachgebrauch als „Kittel“ bezeichnet getragen, der mit rotem Tuch gefüttert ist. Der schwarze Filzhut hat einen runden Gupf. Jeder Mann der was auf sich hält trägt zur Tracht eine Taschenuhr mit einer schmucken Kette als Zierde. 

Hofhockede Bollenhutkäfer

Heimatabend im Kleinformat, Auftritte zu Geburtstagen oder Hochzeiten

Erstmals wird das Brauchtum den Gästen direkt an ihrem Urlaubsort gezeigt

Hofhockede – Ein Brauchtums-Käfer schwärmt aus«: Unter diesem Motto sind 5 Trachtenträger*innen der Trachtengruppe aus Gutach immer wieder unterwegs um den Gästen das Gutacher Brauchtum mundgerecht und stilecht zu präsentieren. Die Gruppe wird von Entertainer und Liedermacher Marco Pereira begleitet.

"Rutsch a bissele"

Sie sitzen mit Ihren Gästen in fröhlicher Runde und dann geschieht es, sie hören das typische Knattern des Käfermotors. Das Auto hält, die Türen öffnen sich und sie wundern sich, wieviel Platz dieser wunderschöne Oldtimer bietet. Fünf Trachtenträger steigen nämlich aus und Marco Pereira singt das passende Lied dazu: »Rutsch a bissele näher«. Die Trachtenträger stellen teilweise in Gedichtform und in Liedern – ihre Trachten vor. Auch ein Trachtenkind ist mit dabei, welches in einem frei vorgetragenen Gedicht seine Meinung zur Heimat und zur Tracht beschreibt.

"Zeig mol her"

Es wird der rote Bollenhut vorgestellt und es wird auch eine Braut für die Hochzeit live für Sie fertig angezogen und gerichtet. Je nachdem wieviel Zeit vorhanden ist, kann auch die Herstellung einer Schwarzwälder Kirschtorte vorgeführt werden. Nebenbei wird die eine oder andere Anekdote wie es früher so zuging erzählt und es herrscht immer eine lockere und gelöste Stimmung. Zudem werden auch gemeinsam Lieder gesungen.

Hinterher stehen die Akteure gerne zusammen mit Ihnen und Ihren Gästen für ein Erinnerungsfoto zur Verfügung.

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